Die islamischen Länder eint eine Religion, aus der sie ein problematisches Menschen- und Gesellschaftsbild ableiten: Frauen und die meisten Männer, die nicht der herrschenden Schicht entstammen, sind ausgegrenzt. Ungeheure intellektuelle Ressourcen dürfen nicht genutzt werden, wodurch auch der Wohlstand dieser Staaten verfällt. Von fundamentalistischen Muslimen wird diese Misere konsequent als Ergebnis »der feindlichen Politik des Westens« gedeutet.
Jeder Versuch der Veränderung wird von der islamischen Orthodoxie und der Machtbesessenheit der Herrschenden erstickt. Hamed Abdel-Samad wagt eine scharfe, zwingende Prognose für die Zukunft der Kultur, der er selbst entstammt: Die islamischen Staaten werden zerfallen, der Islam wird als politische und gesellschaftliche Idee, er wird als Kultur untergehen.

Hamed Abdel-Samad
Sachbuch
Droemer 2010; Knaur TB 2011
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