Matthias Wittekindt erzählt in seiner sehr eigenen Sprache eine Kriminalgeschichte aus der deutsch-französischen Grenzregion. Das Polizeiteam muss den Mord an der sechzehnjährigen Geneviève aufklären. Der Leser ist gleichzeitig dem Mörder auf der Spur und erlebt hautnah, was geschieht, wenn das fein austarierte Zusammenspiel zwischen Vernunft und Trieb auseinander bricht.

Matthias Wittekindt
Belletristik
Nautilus 2011
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Zwei Geschwister haben sich eine zauberhafte eigene Welt geschaffen. Tage- und nächtelang spielen sie am Mondsee, aus dem sie geboren zu sein glauben, sprechen »Rosam«, ihre eigene Sprache. Als die Geburt eines Geschwisterchens ihre Zweisamkeit zu zerstören droht, fassen sie einen ungeheuren Plan.
Drei Jugendliche verbringen einen heißen Sommer in einem südfranzösischen Fischerdorf. Doch nichts ist mehr, wie es noch vor wenigen Jahren war: Frühere Lieben sind verschwunden, die Kinderspiele langweilig geworden. Als die Hitze immer unerträglicher wird, bricht die scheinbare Idylle zusammen. Eine junge Frau wandert nach Manchester aus, seltsam getrieben von einer Frau, die sie nicht vergessen kann. Die Sehnsucht nach ihr führt sie – fast – bis an das Weiße Meer.
Gemeinsam mit dem Bruder ihres »lustigen Freundes« versucht eine Frau die Wahrheit über dessen Suizid zu ergründen. Doch die Erinnerungen verschwimmen, der Freund wird zum unscharfen Schattenbild, während der Bruder ihr plötzlich befremdlich nah ist.

Stefanie Sourliers Erzählungen sind von einer einzigartigen flirrenden Schönheit. Ihre Abgründe geben sie nur allmählich preis. Geheimnisvoll und doch klar, fragil und feingewoben, erzeugen sie eine Sogkraft, die den Leser bis zur letzten Seite nicht mehr loslässt. In zarten, enigmatischen Bildern erzählt Stefanie Sourlier vom Leben ihrer Figuren, ein Leben, das unter Wasser zu spielen scheint, still, geheimnisvoll und voller verborgener Beziehungen, die aus der Tiefe das Handeln der Menschen bestimmen.

Stefanie Sourlier
Belletristik
Frankfurter Verlagsanstalt 2011
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Warum wir so verdammt hoch hinaus wollen.

Sie kommen von überall her, gehören unterschiedlichen Religionen und Kulturen an und haben verschiedene Weltanschauungen. Männer und Frauen, die eines gemeinsam haben: Ihr Ziel ist der höchste Berg der Welt. Alle wissen: Der Gipfel ist weit und der Tod nah. Die Extremsituation am Berg konfrontiert sie mit existenziellen Fragen, die uns alle beschäftigen: Fragen nach Zufall und Schicksal, Angst und Selbstüberschätzung, Verantwortung und Sinn, Leben und Tod.

Im Frühjahr 2010 hat Roger Repplinger an einer Everest-Expedition teilgenommen. Er beschreibt, wie es ihm im Basislager auf 5.000 Metern und im Advanced Base Camp auf 6.400 Metern Höhe erging.
Roger Repplinger hat kein Buch nur für Bergsteiger geschrieben, und er führt uns keine Helden vor. Es geht ihm um die Grundfragen menschlicher Existenz. Am Berg müssen wir Antworten auf Fragen finden, denen wir sonst ausweichen. Am Berg können wir diesen Fragen nicht ausweichen, weil wir mit dem Rücken an der Wand stehen. Und nur wer schon ein paar Antworten hat, kommt nach oben.

Roger Repplinger
Sachbuch
Ludwig Verlag 2011
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Hoch oben auf dem Feuerwachturm eines Militärstützpunktes steht ein Junge und beobachtet, wie die Sonne lichte Tupfer auf die Landschaft wirft; im Hintergrund das leichte Sirren eines alten Kofferradios. Die Ruhe aber ist nur von kurzer Dauer, denn etwas im Jungen gerät aus den Fugen. In seinen Ohren saust es, sein Herz rast. Die Dinge zeigen sich überkonturiert.
Unten im Ort, der wie ein Niemandsland zwischen den Grenzen liegt, herrscht triste Normalität. Die Menschen gehen in die Kirche und prozessieren stolz beim Schützenfest. Von den Dingen, die um sie herum passieren, nehmen sie kaum Notiz. Den Jungen aber treiben Schwindelschübe hinein in einen Zitterzustand. Er sieht Kinder, bewaffnet mit Gewehren, Totempfähle, Asylanten, die wartend in ihren Baracken kauern. Er begreift, daß er anders ist, und schöpft daraus neuen Mut. Fortan begegnet er der Welt mit einem verängstigten Staunen, in der Hoffnung, daß sie mehr bereithält, als der schnelle Blick erhaschen kann. Die Enge des Dorfes schnürt ihm zunehmend die Luft ab. In einer Nacht, in der die Bilder rauschen, plant er sein Fortgehen.
Das Wagnis, zu schauen, was möglich ist: ein Debüt, das funkelt, flirrt und fiebert.

Sebastian Polmans
Belletristik
Suhrkamp 2011
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»Meine Erfahrung mit der Zeit beschränkt sich inzwischen meist nur auf das eine Gefühl – sie fehlt!«

Nie zuvor haben wir so effizient gearbeitet und mit immer raffinierteren Technologien »Zeit gespart«. Gleichzeitig geraten wir zunehmend unter Zeitdruck.

Florian Opitz hat sich auf die Suche nach den Ursachen von Zeitnot und ständiger Beschleunigung gemacht. Er hinterfragt seine eigene permanenten Zeitknappheit und beschreibt die Lebensumstände einzelner Menschen, Pacemaker genauso wie Aussteiger, in der beschleunigten Gesellschaft. Dabei skizziert er das eindringliche Bild einer Zivilisation, die sich per Autopilot dem ewigen Wachstum verpflichtet hat.

 

Florian Opitz

Sachbuch
Riemann 2011
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Helmut Oehring ist hörendes und sprechendes Kind gehörloser Eltern. Erst mit vier Jahren kommt er mit der Welt der Hörenden in Kontakt – eine fremde und meist feindselige Welt. Er ist Ohr und Stimme seiner Eltern, Übersetzer zweier Welten.
Doch dann entdeckt er etwas, das ganz ihm gehören wird: die Musik. Helmut Oehring erzählt die Geschichte einer kaum zu glaubenden Selbstbefreiung. Er erzählt, wie er als gelernter Autobahnbauer beginnt, sich Notenschrift beizubringen und ein Streichquartett komponiert. Wie er aus einem Nachwende-Tief von selbstverursachter Obdachlosigkeit und Drogensucht herausfindet. Wie sein gehörloser Bruder mehrfache Republikflucht begeht, angeschossen wird, ins Gefängnis kommt und dann später im Westen von einem Auto überfahren wird. Oder wie die Schulleitung den jungen Oehring ins Heim schicken will, weil er von der Volkspolizei erwischt wurde, wie er aus verzweifelter Wut mit dem Luftgewehr vom Balkon auf Autos, Tiere und Menschen schießt. Die Schulleitung bestellt die Eltern ein. Der Junge muss übersetzen ...

Helmut Oehring ist vom völligen Autodidakten zu einem der originellsten gegenwärtigen Komponisten geworden. Aber auch der Sprache entlockt er mitreißende Klangbilder aus Wut, Lust und Zärtlichkeit; er verführt den Leser mit einer Poesie zwischen Bordsteinkante, Rock und Oper, mit den fragilen Bewegungsabläufen der Kampftechnik Mike Tysons und mit den irritierenden Schönheiten des lautlosen Sprechens.

Helmut Oehring
Sachbuch
btb 2011; btb TB 2012
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Ein gutes Leben ist die beste Rache!

Vom »Tal der Ahnungslosen« ins West-Berlin der 80er Jahre – Falk Lutter hat es wirklich nicht leicht im vermeintlichen Land der Träume. Sommerhit erzählt die Geschichte von einem, der auszog, es allen zu zeigen: eine meisterhaft ausbalancierte Tragikomödie über Heimatgefühle, Außenseitertum, Lebensträume und nicht zuletzt Familie und Freundschaft.

»Ein Autor, den man in einem Atemzug mit Nick Hornby nennen kann.« Radio AFK

Tom Liehr
Belletristik
Rütten & Loenig 2011; atb 2013
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Der Ernst des Arbeitslebens sitzt uns tief unter der Haut das merkt man spätestens mit der ersten Rentenrate, meint Sven Kuntze, renommierter Journalist im Ruhestand. Denn mit dem Ende geregelter Arbeit drohen Verlust des Selbstwertgefühls und Lebensunordnung. Kuntze erinnert sich zu Beginn seiner neuen Zeitrechnung, dass über Jahrhunderte Muße unser Lebensziel war, nicht Arbeit. Wie aus dem Arbeitenden ein Flaneur, ein entschleunigter Genießer wird, verfolgt er an sich und einigen Altersgenossen. Um die Freiheit von Arbeit schätzen zu lernen, muss er sich neu erfinden, dabei alle unerbetenen Ratschläge genauso in den Wind schlagen wie frühes Aufstehen und Tagesplanung. Was Sven Kuntze in drei Jahren Ruhestand mit sich und anderen erlebt, mit Witz, Nachdenklichkeit und Lebensfreude kommentiert, gibt jedem Anlass, lange vor dem Ruhestand das »Schneller Höher Weiter« des Alltags kritisch zu beleuchten.

Sven Kuntze
Sachbuch
C. Bertelsmann 2011; btb 2012
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Geniale Sätze für jede Lebenslage.

500 Sätze von Genie bis Irrsinn zu 50 verschiedenen Themen – dazu wissenswerte und witzige Hintergründe und Anekdoten. Ein Sammelsurium an O-Tönen, die sich zu einem einzigartigen Dialog verbinden.

Was passiert eigentlich, wenn Asterix mit Queen Mum flirtet? Wenn sich Sokrates und Johnny Depp auf ein Schwätzchen treffen? Oder wenn Winston Churchill eine Diskussion mit Mick Jagger anzettelt? Heraus kommen jede Menge unerwartete Aussprüche und zündende Gedanken, die so klug oder skurril sind, dass man sie nie mehr vergessen möchte.
Sebastian Brettschneider schafft eine gigantische Fundgrube unnützen, aber unverzichtbaren Wissens. Er versammelt die weisesten, bizarrsten oder einfach nur gnadenlos dümmsten Aussprüche, die sich zu einem außergewöhnlichen Dialog entwickeln. Cicero trifft Katzenberger, Hochkultur trifft Trash. Dazu erhellen unterhaltsame Anekdoten und interessante Fakten die oftmals in Vergessenheit geratenen Hintergrundgeschichten. Der passende Gesprächsstoff für jede Situation!

Sebastian Brettschneider
Sachbuch
Eichborn Verlag 2011
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