Paris ist die Stadt der Liebe, bien sûr. Solange man beim romantischen Tête à Tête an der Seine nicht von Japanern fotografiert wird. Paris ist die Stadt des Savoir vivre – es sei denn, man diniert chez »Buffalo Grill«. Und Paris ist die Stadt der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit – solange man keinen Parkplatz sucht. Paris ist traumhaft, solange man nicht dort lebt. Sascha Lehnartz wohnt seit 2008 an der Seine. Mittlerweile hat man ihm circa 250 knochentrockene Baguettes mit Analogschinken angedreht. Nahezu täglich schlägt er sich mit Klempnern herum, die sich für Künstler halten, Conciergen, die bei der Stasi eine Spitzenkarriere gemacht hätten, und Frauen, die dem Konzept »Zicke« eine völlig neue Dimension hinzufügen. Trotzdem will er nie wieder weg.

Sascha Lehnartz
Sachbuch
Ullstein 2011; Ullstein TB 2012
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