Wir trauern um unseren Autor Michael Gielen

Michael Gielen wird 1927 in Dresden als Sohn des späteren Burgtheaterdirektors Josef Gielen und der Schauspielerin Rose Steuermann geboren und verbringt seine ersten Jahre in Berlin. Die Machtübernahme durch die Nazis zwingt die Familie in die Emigration, zuerst nach Wien, später nach Argentinien. Als Korrepetitor am Teatro Colón begegnet er den großen Dirigenten dieser Zeit.
Erst 1950 kehrt Gielen nach Wien zurück und arbeitet als Korrepetitor an der Staatsoper, zusammen mit Clemens Krauss, Herbert von Karajan und Karl Böhm. Der wichtigste Abschnitt in seiner Dirigentenkarriere wird Frankfurt am Main. Die Zusammenarbeit mit Ruth Berghaus, Hans Neuenfels, Jürgen Flimm, Harry Kupfer und Volker Schlöndorff, begründet die »Ära Gielen«.
1986 erhielt Gielen den Theodor-W.-Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main, 2006 den Musikpreis der Stadt Duisburg, 2007 den Faust-Theaterpreis und 2010 den Siemens-Musikpreis für sein Lebenswerk. 2005 erschienen seine Erinnerungen Unbedingt Musik.

Michael Gielen verstarb am 8. März 2019 im Alter von 91 Jahren in seinem Haus am Mondsee im österreichischen Salzkammergut.

 

Die Agentur begrüßt mit Alexander Kühne einen neuen Autor

Alexander Kühne, geboren 1964 in Meißen, wächst in Lugau, heute Land Brandenburg, auf. Nach der Lehre in einer Schraubenfabrik arbeitet er auf einem Kohleplatz, bei der Versicherung und verkauft Modelleisenbahnen.

1990 zieht er nach Berlin und macht eine Ausbildung zum Fernsehjournalisten. Er arbeitet als Autor und Redakteur für verschiedene Kulturmagazine (u.a. Tracks, Polylux, Metropolis). Außerdem schreibt er Drehbücher für Fernsehfilme und überarbeitet Kinostoffe als „Script-Doctor“. 2016 erscheint sein erster Roman Düsterbusch City Lights bei Heyne Hardcore. Der Nachfolger erscheint 2020 bei Heyne Encore.

Wir freuen uns über den Neuzugang und begrüßen Alexander Kühne sehr herzlich!

Julia Rothenburg bekommt Jahresstipendium für Literatur

Ein Jahresstipendium für Literatur des Landes Baden-Württemberg geht an Julia Rothenburg für ihren Debütroman Koslik ist krank. Die Jury führte in ihrer Begründung aus, "dass die gänzlich unspektakuläre Geschichte auf den verlassenen Gängen unserer Leistungsgesellschaft mit leisen, präzisen Sätzen das große erzählerische Talent der Autorin zeigt". Wir freuen uns für die Autorin und wünschen eine gute Schreibzeit!

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